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Kindheit in Franken in den 50er Jahren
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Kindheit in Franken in den 50er Jahren
Was in meiner Kindheit anders war als heute,
lag nicht nur am Geldbeutel der „kleinen Leute“.
Wir Kinder „heiselten“, heute spielen die Kid`s.
Wir hörten als „Halbstarke“ im Radio die „Hit`s.
Sie hießen damals nicht Hits sondern Schlager,
ich bekam Lebertran, weil als Kind recht hager –
vom „ganzen Tag an der Luft“ in Bewegung sein –.
Heute schlafen die Kinder mit dem Computer ein.
Walkman und Handy gehören seit Jahren dazu
und bis sie es haben, geben die Kid`s keine Ruh`.
Man will heut besonders „cool“ sein, dazugehören,
auf Markenkleidung deswegen die Kid`s schwören.
Wir waren auf Petticoats, Netzstrümpfe versessen,
haben als Kinder gerne unser Zuckerbrot gegessen.
Das Fernsehen hat damals schon Einzug gehalten.
Jetzt kann man am Computer schalten und walten.
Schlafaugenpuppe und Kreisel sind nicht mehr „in“.
Stattdessen ist vielleicht ein greller Dinosaurier „drin“.
Barbie`s, Play-Mobil und tolle Autos ferngesteuert,
sind jetzt der letzte Hit, wie der Verkäufer beteuert.
Wir waren seinerzeit auf einen normalen Schlitten stolz,
der entweder gefertigt war aus Metall oder auch Holz.
Heute gibt es Rutschscheiben oder viel Plastikgefährt,
Stabilität und Haltbarkeit waren damals noch mehr wert.
Im Herbst wurde fest gebastelt an unserem Drachen.
Wir Kinder konnten beim Kaspertheater richtig lachen.
Der Teddybär war bei allen als Spielzeug sehr gefragt.
Bei Hunger haben wir an einer „gelben Rübe“ genagt.
Heute muß es mindestens Nutella oder Milchschnitte sein.
Das Pausenbrot wird gekauft; unseres packte Mutter ein.
Unsere Schaukel war einfach und hing an einem Baum -
heute träumen unsere Kinder einen ganz anderen Traum.
Flöte zu erlernen, dauerte damals nicht so furchtbar lang;
heutzutage gibt es Karaoke, wo man erlernt den Gesang.
Die Elektronik hat inzwischen manches Instrument ersetzt.
Wir „kraxelten“ und haben den Hosenboden durchgewetzt.
Ferner schrieben wir mit Griffel auf einer Schiefertafel,
und an der Kirchweih, gab es eine lange Zuckerwaffel.
Damit sind Kinder heute bestimmt nicht mehr zufrieden –
sie bekommen viel mehr Süßigkeiten von ihren Lieben.
Während wir noch das „Hopf`nblod´n“ und Dreschen erlebten
oder an einem kleinen Webrahmen einen Teppich webten,
interessieren Kinder heute in der Regel ganz andere Sachen,
vieles wird gekauft, wenige bauen noch selbst ihren Drachen.
Manchmal steht ein Schminkkoffer unter dem Tannenbaum
und wenn die Freunde kommen, ist Hip-Hop-Lärm im Raum.
Wo früher noch gelbe Wachskerzen am Christbaum brannten
und in den Weihnachtstagen zu Besuch kamen die Verwandten,
wird statt einer Weihnachtsgans lieber chinesisch gegessen,
viel weniger als früher mit der Familie zusammen gesessen.
Es gibt zwar jetzt mehr Spiele, aber weniger Zeit zum spielen,
und oft fällt Eltern das Aussuchen schwer aus dem „Vielen“.
Wir tanzten als Kinder eher miteinander noch „Ringelreihen“,
während die Jugendlichen „Breakdance“ tanzen in Reihen.
Trotz mehr „Materiellem“ ist die Kindheit oft ärmer geworden –
das ist nicht nur in Franken so, sondern auch andererorten.
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