Abendhimmel
Wenn die Nacht hereinbricht
und der Abendstern geht auf,
der Mond am Himmel steht,
beendet ist des Tages Lauf,
dann geht zum Himmelszelt
des Menschen Blick empor,
und Teleskope aus aller Welt
leihen nachts dem All ihr Ohr.
Fast jeder Mensch fühlt sich klein
angesichts der Weite, die er sieht:
tausende Sterne, die Milchstraße,
den Mond, der seine Bahnen zieht.
Das kleine Wägelchen sieht man,
den großen Bär, Wagen genannt,
Die Venus ist als der Abendstern,
fast jedem größeren Kind bekannt.
Vor Jahren war an Weihnachten
ein prachtvoller Komet zu sehen –
schon zur Christi Geburt waren
3 Könige bereit, mit ihm zu gehen.
Wenn man Glück hat, sieht man
die Raumsonde auf ihrer Bahn –
ähnlich leuchtend wie ein Stern,
selten, eher zufällig irgendwann!
Über Nacht schneit es oft heftig
verzückt uns am nächsten Morgen,
oder notwendiger kühlender Regen
vertreibt der Bauern gestrige Sorgen.
Wir Menschen sind vom Tag müde
und wünschen uns eine gute Nacht,
erholen uns in des Schlafes Armen.
Der Mond hält am Himmel die Wacht.
Wie die Sonne in ihrer ganzen Pracht,
mit ihrem Abendrot und warmen Schein
an manchem Abend begrüßt die Nacht,
und der Himmel zeigt sich klar und rein,
so geht vom Himmel für viele von uns
eine geheimnisvolle Faszination aus.
Er wirft, wie ich meine, einen Schimmer
aus der Unendlichkeit des Vaters Haus.
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