Die schönsten Gedichte von A - Z für Feiertage, Festtage und sonstige besondere Anläße
www.feiertagsgedichte.de      Alle Autoren auf den Feiertagsseiten
Blumengrüsse von
fleurop.de
mit einem Gedicht von www.feiertagsgedichte.de
   Sie sind hier :  
Gedicht/Suchbegriff eingeben:
Gedichterubriken im Jahresverlauf
  1. Silvester/Neujahr
  2. Dreikönigstag, Epiphania
  3. Mariä Lichtmess
  4. Valentinstag
  5. Josefstag
  6. Frühlings- und Ostergedichte
  7. Muttertagsgedichte
  8. über den Mai
  9. Christi Himmelfahrt/Vatertag
  10. Mariä Himmelfahrt
  11. Pfingsten
  12. Fronleichnam
  13. Siebenschläfer
  14. Sonnenwende, Johannistag
  15. Erntedankfest
  16. Kirchweih, Kirmes
  17. Allerheiligen
  18. Allerseelen
  19. Martinstag
  20. Volkstrauertag
  21. Totensonntag
  22. Weihnachtsgedichte

Sonstige Gedichterubriken

  1. Frühling
  2. Sommer
  3. Herbst
  4. Winter
  5. Geburtstag
  6. Erstkommunion/Konfirmation
  7. Hochzeit
  8. Kinder
  9. Liebe
  10. Natur
  11. Sprüche
  12. Tiere
  13. Sonstige
  14. Religion, Kirche, Gebete

www.feiertagsgedichte.de
ist ein Service von

  • www.weihnachtsseiten.de
  • www.osterseiten.de
  • www.muttertagsseiten.de
  • www.pfingstseiten.de
  • www.feiertagsseiten.de
  • www.brauchtumsseiten.de
  • Statistik für www.feiertagsgedichte.de

    blume2000.de

    Gedicht hinzufügen  |  Druck-Version  |  PDF Version  |  Buchtips  |  Zurück
    Translate this page into English Translate this page into English   |   Traduction française de cette page Pressure Version

    Passions-Lied   (1700-1760)
    (Erstes Lied von Zinzendorf)

    Passions-Lied

    Schauet! mein Jesus ist Rosen zu gleichen,
    Welche den Purpur mit Dornen umhüllen;
    Seine Holdseligkeit trotzet den Sträuchen,
    Welche die felder um Jericho füllen.
    Sollen denn heilen die Wunden der Sünden,
    Müssen uns einzig die Blätter verbinden.

    Spiegel der Tugend! du zeigest die Farben,
    Welche die Herzen zur Liebe verbinden;
    Lilien und Rosen bezeichnen die Narben;
    Hier ist die Liebe im Abriß zu finden.
    Möchte ihr Strahl mich ein wenig berphren,
    Würde ich hier schon den Himmel verspüren.

    Deine leibreizenden Augen, o Taube!
    Machen mich brünstig, dich innig zu lieben.  —  
    Wer dich gekostet, herzlabende Taube!
    Wird dich zu schmecken unendlich getrieben.
    Was du vom Weinstock des Lebens wirst schenken,
    Das will ich hinfort nur wirken und denken.

    Schönster! wann kommst du ins`s Herz, in die Kammer,
    Da ich die Früchte der Liebe genieße?
    Länger zu warten, verdoppelt den Jammer;
    Komme doch, eh ich vor Sehnsucht zerfließe!
    Denn so ich`s ja soll in Wahrheit bekennen:
    Liebe ist einzig mein Kranksein zu nennen!

    Ewige Liebe! wär` ich Dir vermählet,
    Sollte kein Dräuen der Hölle mich schrecken;
    Denn wenn statt Lobens die Liebe beseelet,
    Den mag der Abgrund des Zornes nicht decken.
    Liebe verwandelt Zorn, Feinde und Leiden,
    Alles in Freundschaft und süßeste Freuden!

    Lasset`s die Töchter Jerusalems wissen,
    Daß heut ihr König die Krone empfänget!
    Selig, die frühe Ihn grüßen und küssen,
    Eh` sich ihr Herz noch mit Eitelm vermengt!
    Haut hat die Mutter dies Fest ihm erneuert,
    Und sich den Töchtern zu zeigen vergönnet.

    Ei ja! wie lieben dich jetzt die Seelen,
    Welche dein Anblick zum Wunder entzückt!
    Aller Welt Wollust ist ihnen ein Quälen,
    Weil sie dich, Liebe, im Leben erblicket,
    Laß sie die Rosen der Wunden gebrauchen,
    Und als wie Bienen den Honig aussaugen!

    Kreuz`ge ach Kreuz`ge, mein Herrscher, die Glieder,
    Die an der Erde so gerne noch kleben!
    Wecke den Nordwind zum Sturme dawider,
    Daß Adams Kräfte sich schüttern und beben!
    Beuge den Willen in kleine Hirthäuser,
    Der gerne hoch trohnt, wie Kön`ge und Kaiser!

    Siehe, dein Täublein bezieht nun die Wüsten,
    Da sie der Menschen Gesetze nicht stören,
    Da sie, befreiet von Furcht und von Lüsten,
    Trachtet die Stimme des Bräutgams zu hören!
    Hier sind die Schatten, wonach ich gestrebet,
    Hier grünt die Liebe, die Alles belebet!

    hier ist mein Jesus mir immer zur Seiten,
    Drum will ich bleiben in seliger Stille.
    Es wird die Hände sanft unter mich breiten,
    Und mir bescheren Vergnügen die Fülle.
    Schlafet, ihr Sinne,  —  das Herze soll wachen!
    Weinet, ihr Augen, so kann der Geist lachen!

    Jesu! du lässest Dich tröstlich verwunden,
    Toten, Lieblosen das Leben zu geben!
    Dafür verbleiben wir ewig verbunden.
    Wirst du die Sinne zu Dir nur erheben,
    Wollen wir gern mit Dir leiden und sterben,
    Ruhen, erwachen, auffahren und erben!

    Süßester Abba! ach, zeuch uns zum Sohne!
    Nimm uns mit Banden der Liebe gefangen!
    Da wir den Segen vom Vater empfangen!
    Du, Geist des Lebens, dich in uns versenke;
    Unser auf ewig am Besten gedenke!

    Autor: Nikolaus Ludwig, Graf und Herr von Zinzendorf und Pottendorf (1700-1760)
    Titel: Passions-Lied (1712 in Halle)
    (Erstes Lied von Zinzendorf)
    Alle Nikolaus Ludwig, Graf von Zinzendorf Gedichte

    Sonstiges
    190x128


    Feiertagsgedichte    (http://www.feiertagsgedichte.de)
    Copyright © by Josef Dirschl, www.feiertagsgedichte.de    -    info@feiertagsgedichte.de
    ALLE RECHTE VORBEHALTEN / ALL RIGHTS RESERVED
    Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits

    Haftungshinweis:
    Hiermit distanziere ich mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf meiner Homepage und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf dieser Website angebrachten Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.
    Copyrighthinweis:
    Alle Texte auf den Seiten von www.Feiertagsgedichte.de unterliegen dem Urheberrechtsgesetz, da es sich bei www.feiertagsgedichte.de um ein Sammelwerk von Gedichten handelt, deren Elemente systematisch angeordnet sind. Von www.feiertagsgedichte.de wurden alle Texte ins Html Format konvertiert und durch eine spezielle Einteilung systematisch Angeordenet und auf das von www.feiertagsgedichte.de angefertigte Layout angepasst und unterliegen deshalb dem UrhG § 4 und somit sind alle Vervielfältigungen auch Auszugsweise oder in Teilen untersagt. Zulässig ist ausschließlich eine Kopie für den privaten Gebrauch.