|
Geburts- und Namenstagsgedichte an die Mutter
von kleineren Kindern
|
Geburts- und Namenstagsgedichte an die Mutter - von kleineren Kindern
-
Bin, Mama! ich auch noch klein,
Bin, Mama! ich auch noch klein,
Kann ich doch den Wunsch Dir weih'n:
Lebe voll Zufriedenheit
Glücklich heut' und allezeit!
-
Beste Mutter! Heil,
Beste Mutter! Heil,
Glück und Seelenfrieden
Sei als Segensteil
Dir von Gott beschieden.
Dieses wünsch' ich heut
Dir aus Dankbarkeit.
-
Jubelt, Brüder, Schwestern! heute
Jubelt, Brüder, Schwestern! heute,
Jubelt all' im Haus, ihr Leute,
Mutter fei'rt ihr Lebensfest!
Wünscht mit mir von ganzer Seele,
Daß kein Erdengut ihr fehle,
Gott sie spät erst rufen läßt.
-
Liebe Mutter, höre mich!
Liebe Mutter, höre mich!
heut' zu diesem Feste
Dankerfüllet bringe ich
Dir der Wünsche beste.
Klein bin ich und schwach an Kraft,
Doch des Kindes Liebe,
Wo sie betet, wo sie schafft,
Schützet Gottes Liebe.
Gott erhöret auch mein Fleh'n,
Schenkt dies Fest uns wieder;
Segenvolles Wohlergeh'n
Strahl' auf Dich hernieder.
-
Nimm, beste Mutter, diese Blümelein!
Nimm, beste Mutter, diese Blümelein!
Sieh' nicht auf ihren Wert, nicht auf die kleine Gabe,
Nur auf mein Herz; denn Alles, was ich habe,
Ist dieser Strauß! doch band ich mit hinein:
„Daß, was verlangen meine Kindespflichten,
Stets unverdrossen, fröhlich zu verrichten,
Und — wie die Blumen u n s c h u l d s v o l l zu sein.”
-
Hüpfend bring' ich einen Blumenkranz
Hüpfend bring' ich einen Blumenkranz
Und ein Herz voll Freude Dir entgegen!
Nimm's nimm es ganz.
Lieb' und Dank ist Alles, was ich habe,
Und dies Alles bring' ich jetzt zur Gabe,
Und mein Mütterchen verschmäht es nicht.
Dich zu lieben — o der süßen Pflicht!
Unter allen Freuden wünsch' ich diese mir allein:
Stets Dein liebes, frommes Kind zu sein!
-
Freudig widm' ich hier,
Freudig widm' ich hier,
Gute Mutter, Dir,
Was bei schwacher Kraft
Eig'ner Fleiß erschafft.
Nimm dies Blatt als Sinnbild an:
Daß ich stets, so viel ich kann,
Eifrig werde darnach streben,
Freude Dir in's Herz zu geben.
-
Nimm, o Mutter, diesen Schreier
Nimm, o Mutter, diesen Schreier
An des Tages hoher Feier
Von dem kleinen Sohne an;
Schreit er seine rauhen Lieder,
Sieh auf Dein Söhnchen nieder,
Denk, auch der tut, was er kann.
-
Gute Mutter, die Du uns so teuer
Gute Mutter, die Du uns so teuer,
Die Du liebend sorgstmit treuem Sinn,
Nimm an des Wiegenfestes Feier
Unsrer Herzen reinstes Danklied hin!
Wünsche, die in unsren herzen glühen,
Steigen für Dein Wohl zum Himmel auf;
Anmutsvoll, wie Frühlingsblumen blühen,
Sei dein ganzer künft'ger Lebenslauf!
Dieser Tag, der uns mit Freuden kränzet,
Sei ein Fest, das uns noch spät beglückt!
Und die Träne, die im Auge glänzet,
Sei die schönste Zierde die ihn schmückt!
-
Mutter! zu dem Namensfeste,
Mutter! zu dem Namensfeste,
Das Dich heut' umschlungen hält,
Wünsch ich Dir das Allerbeste
Vom Allgüt'gen zugesellt:
Immer heitre Sonnenblicke,
Frieden mit und in der Welt,
Lust und Freude am Geschicke
Und was sonst Dir wohlgefällt.
|
Aus den Buch:
- 120 auserlesene Geburts- und Namenstags-, Hochzeits-, Jubiläums-, Neujahrs- und Abschiedsgedichte nebst Poterabendscherzen wie auch Grabversen, Stammbuchversen, Trinksprüchen und Rätseln
- Herausgegeben von F Schellhorn und G. Heinrich.
- Neunte, gänzlich umgearbeitete Auflage aus dem Jahre 1860
→ Zum Inhaltsverzeichnis aller Gedichte dieses Buches
|
|