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    Flehen zum heiligen Geist   (1727)

    Flehen zum heiligen Geist

    So hüte doch, du treuer Menschenhüter,
    So schließe doch in deine Kammer ein
    Die heiligen und herrlichen Gemüther,
    Die sich dem Herrn mit Leib und Seele weih`n! -
    Du, der in sie die Gottesliebe geußt,
    Vollführe selbst dein angefangen Heil!
    Sie lieben ja das Eins, das gute Theil,
    Sie thun ja gern, was sie der Hüter heißt.

    Du Friedensgeist der Schwestern und der Brüder,
    Die vor des Heilands Thron gebeuget steh`n,
    Und welche Du, als Seines Leibes Glieder,
    Durch Niedrigkeit zur Klarheit kannst erhöh`n:
    Geleite doch ein jedes Herz herzu
    Zu diesm Stuhl des Königs aller Welt,
    Zum Scepter, den Er uns entgegenhält,
    In`s Freudenzelt der wahren Seelenruh`!

    Du bist es, der die Seelen niederbücket
    In der Erkenntnis ihrer Richtigkeit;
    Du bist es auch, durch den man Seufzer schicket
    Zur väterlichen Wohlgewogenheit;
    Dann wird uns durch dein Zeugniß aufgethan
    Die Liebe, die aus Jesu Augen strahlt,
    Den Du uns selbst vor Aug`und Herz gemahlt,
    Und den Niemand, als Du, verklären kann.

    Dann spürt man Dich als Element der Geister,
    Die Gottes Sohn von dieser Welt erkauft.
    Wer wollte wohl erzürnen Dich, o Meister.
    Den deine Hand mit Lebensfeuer tauft?
    Wo deine Salbung das Gemüth durchzieht,
    Wo deine Kraft verstopft den Sündenquell,
    Und unser Aug` mit Fröhlichkeit macht hell? -
    Wohl Dem, der stets auf deine Winke sieht!

    O Hüter! laß uns vor dir Gnade finden,
    O Geist des Herrn, weih`uns zu Tempeln ein!
    O laß den Born der Eitelkeit und Sünden
    Im Innersten bald ausgetrocknet seyn!
    Bediene dich des Kreuzes und der Schmach;
    Bediene dich der Wege, die Du weißt;
    Gib Acht auf uns, du unsichtbarer Geist,
    Und zeuch uns All` dem Herzen Jesu nach!

    So ruhen wir in solchem Gottesfrieden,
    Den sich die Welt nicht vorzustellen weiß! -
    Wir sind ein Leib, und sind doch abgeschieden
    Von seiner Luft, Beschwerde, Müh` und Schweiß.
    Es scheinet wohl zuletzt, als stärben wir;
    Weil aber Du in uns geschäftig bist,
    Und unser Herz von Dir versiegelt ist,
    Eröffnet sich vor uns die Lebens-Thür!

    Autor: Nikolaus Ludwig, Graf und Herr von Zinzendorf und Pottendorf (1700-1760)
    Titel: Flehen zum heiligen Geist (1727)
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