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    Weihnacht

    Weihnacht

    Die Welt wird kalt, die Welt wird stumm,
    der Winter-Tod zieht schweigend um;
    er zieht das Leilach weiß und dicht
    der Erde übers Angesicht –
         Schlafe - schlafe

    Du breitgewölbte Erdenbrust,
    du Stätte aller Lebenslust,
    hast Duft genug im Lenz gesprüht,
    im Sommer heiß genug geglüht,
    nun komme ich, nun bist du mein,
    gefesselt nun im engen Schrein -
         Schlafe - schlafe

    Die Winternacht hängt schwarz und schwer,
    ihr Mantel fegt die Erde leer,
    die Erde wird ein schweigend Grab,
    ein Ton geht zitternd auf und ab:
         Sterben - sterben.

    Da horch – im totenstillen Wald
    was für ein süßer Ton erschallt?
    Da sieh – in tiefer dunkler Nacht
    was für ein süßes Licht erwacht?
    Als wie von Kinderlippen klingt`s,
    von Ast zu Ast wie Flammen springt`s,
    vom Himmel kommt`s wie Engelsang,
    ein Flöten- und Schalmeienklang:
         Weihnacht! Weihnacht!

    Und siehe – welch ein Wundertraum:
    Es wird lebendig Baum an Baum,
    der Wald steht auf, der ganze Hain
    zieht wandelnd in die Stadt hinein.
    Mit grünen Zweigen pocht es an:
    »Tut auf, die sel`ge Zeit begann,
         Weihnacht! Weihnacht!«

    Da gehen Tür und Tore auf,
    da kommt der Kinder Jubelhauf,
    aus Türen und aus Fenstern bricht
    der Kerzen warmes Lebenslicht.
    Bezwungen ist die tote Nacht,
    zum Leben ist die Lieb` erwacht,
    der alte Gott blickt lächelnd drein,
    des laßt uns froh und fröhlich sein!
         Weihnacht! Weihnacht!


    Autor: Ernst von Wildenbruch (1845-1909)
    Titel: Weihnacht
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