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    Maiklage (1805)

    Maiklage

    Leuchtet schon die Frühlingssonne
    Über See und Aue hin?
    Hat zur Stätte stiller Wonne
    Sich gewölbt der Zweige Grün?
    Ach, die Gute, die ich meine,
    Schenkt mir keinen Maienstrahl,
    Wandelt nicht im Blüthenhaine,
    Ruhet nicht im Quellenthal.

    Ja, es waren schöne Zeiten,
    Als in buntbekränzten Reihn
    Hirten mit den süßen Bräuten
    Walleten zum Opferhain;
    Als die Jungfrau, Krüge tragend,
    Oft zum kühlen Brunnen trat
    Und der Wandrer, sehnlich fragend,
    Sie um Trunk und Liebe bat.

    Ach, das Toben roher Stürme
    Riß den goldnen Frühling fort;
    Schlösser stiegen auf und Thürme,
    Traurig saß die Jungfrau dort,
    Lauschte nächtlichem Gesange,
    Sah hinab ins Schlachtgewühl,
    Sah es, wie im Waffendrange
    Ihr getreuer Streiter fiel.

    Und ein Alter dumpf und trübe
    Lagerte sich auf die Welt,
    Das die schöne Jugendliebe
    Wie ein Traum befangen hält.
    Im Vorrübereilen grüßen
    Sich mit Blicken voll von Schmerz,
    Die sich fest und ewig schließen
    Möchten an das treue Herz.

    Welkt, ihr Blumen und ihr Bäume!
    Höhnet nicht der Liebe Schmerz!
    Sterbet auch, ihr Jugendkeime!
    Schmachte hin, du volles Herz!
    In die öde Nacht der Grüfte
    Sinkt, ihr Jünglinge, hinab!
    Flieder wallen in die Lüfte,
    Rosen blühn um euer Grab.

    Autor: Ludwig Uhland
    Titel: Maiklage (1805)
    Uhland Rubrik: Lieder
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