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    Maiblumen
    Maiblumen

    Die weite Stadt auf nacktem Fuße
    Durchwandert sie von Haus zu Haus
    Und bietet schen mit blödem Gruße
    Des Lenzes liebste Kinder aus.
    „ Maiblumen kauft! kauft aus Erbarmen,
    Auf Stroh der Vater sterbend liegt,
    Die Mutter in den welken Armen
    Ein schmachtend Kind in Thränen wiegt!”

    Ist das des Frühlings erstes Grüßen,
    Ein Wehschrei der bitt`ren Noth?
    Es feilscht mit seinem Duft, dem süßen,
    Um einen Bissen trocken Brot.
    Maiglöckchen, Perlen, die volle Liebe
    Der Braut in`s grüne Haar er flicht,
    Wie, darum sproßten eure Triebe,
    Daß ein verhungernd Kind sie bricht?

    O dieses Kind - die zarten Glieder
    Verhüllen schlechte Lumpen kaum.
    Das blaue Auge spiegelt wieder
    Des jungen Lenzes schönsten Traum,
    Die Locke schließt mit goldnem Rahmen
    Ein rührend Bild der Unschuld ein,
    Und selber rufst du deinen Namen,
    Du Maienblume, zart und rein!

    Der Mutter Wangen, hohl und mager,
    Verblichen in der dumpfen Luft,
    Den Vater auf dem Sterbelager
    Umwehest du mit frischem Duft,
    Und wie vom Hauch des Abendwindes
    Das Maienglöckchen leis` erklingt,
    So tönt`s um sie, wenn ihres Kindes
    Gebet sich auf zum Himmel schwingt.

    Du zarte, lenzentsproßte Blüthe,
    Die Gott so hold und rein erschuf,
    Daß treu sein Auge dich behüte,
    Daß Mitleid wecke dir dein Ruf:
    „Maiblumen kauft! kauft aus Erbarmen,
    Auf Stroh der Vater sterbend liegt,
    Die Mutter in den welken Armen
    Ein schmachtend Kind in Thränen wiegt!”

    Autor: Albert Träger (1830-1912)
    Titel: Maiblumen
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