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Wonneproppen
Jede Minute kommt ein kleines Kind auf die Welt,
ohne Hemdchen, ganz nackt, barfuß und ohne Geld.
Zuerst ganz auf die Fürsorge seiner Eltern angewiesen,
darf es - nicht überall - ein sorgloses Dasein genießen.
Die erste Zeit verschläft es ziemlich den ganzen Tag.
Es schreit laut, wenn es Hunger hat und trinken mag.
Danach ist eine Zeitlang Ruhe, bis es wieder schreit -
ach ja - die Windel ist naß – das Wickeln an der Zeit.
Die Mutter wechselt die Windel bereits das fünfte Mal.
Das Prozedere ist sicher 2 1/2 Jahre lang so der Fall.
Man schaukelt die Wiege. Das Baby findet nun Schlaf.
Jetzt ist es endlich wieder friedlich, ruhig und ganz brav.
Nachmittags ist dann der tägliche Spaziergang d`ran.
Zufällig trifft man die Nachbarin und hält gern mal an.
Doch kaum sind mit ihr gewechselt der Worte "drei ",
ertönt aus dem Kinderwagen ein mahnendes Geschrei.
Man schaukelt den Wagen, will noch weiterplauschen,
um den einen oder anderen Pflegetip auszutauschen.
Das gleichmäßige Schaukeln dabei gefällt der Kleinen,
denn sie hört prompt auf mit ihrem kläglichen Weinen.
Am Anfang meldet sich das Baby auch oft in der Nacht
und nicht selten wird eine Nacht zur Hälfte durchgewacht.
Die jungen Eltern sind total müde vom ständigen Aufstehen.
Das nervt fast noch mehr, als vor der Geburt die Wehen.
Mit der Zeit hat das Baby nun seinen Rhythmus gefunden,
und so kann man öfter auch durchschlafen, volle 8 Stunden.
Diese Erholung braucht man auch vom anstrengenden Tag,
denn der kleine Sonnenschein ist manchmal auch eine Plag.
Kaum ist`s da, stellen sich die ersten Kinderkrankheiten ein.
Man fühlt sich als Elternpaar manchmal am Ende vom Latein.
Das Kind kann ja noch nicht sagen, wo der "Wind herweht“.
Man überlegt rauf und runter, ob man zum Kinderarzt geht.
Bald erkennt das kleine Kind an der Stimme seine Mutter'n
und bekommt immerhin schon den ersten Brei zum Futtern.
Es hat dicke Backen, rollt die Zunge, weil er nicht schmeckt,
bis das ganze Lätzchen, einschließlich Mama, sind verdreckt.
Die Trick's mit der Quietschente sind schnell durchschaut.
Kein Wunder, wenn's den Kleinen vom Brei manchmal graut!
Man möchte diesen selber bestimmt auch nicht täglich essen.
Die Fütterungsaktionen wird man so schnell nicht vergessen.
Doch nimmt man als Eltern auch Unliebsames hier in Kauf,
ist es doch der normale natürliche Werdeprozeß und Verlauf.
Bald lächelt das Kindchen noch zahnlos Mama und Papa an,
gibt Laute von sich bis es schreit, weil es ärgert der 1. Zahn.
Das Kleinkind greift immer fester den Finger seiner Mutter
und schreit mit kräftig werdender Stimme laut nach Futter.
Bewußt sieht es nun alles gezielt in seiner Umgebung an,
zerrt auch unsanft am Haar seiner Mutter dann und wann.
Es vergehen mehrere Monate bis es am Boden krabbelt
und dauert noch ein paar weitere, bis es richtig pabbelt.
Dann zieht es sich überall hoch und sucht seinen Stand,
geht eine Zeitlang mit wackeligen Beinchen an der Hand.
Doch schnell läßt das Kind wieder die Hand der Mutter los,
obwohl das Laufen noch nicht gleich klappt ganz famous.
Vorsichtig macht das Kind seine ersten mutigen Schritte.
Doch kurz darauf geht es dann richtig ab durch die Mitte.
Nun weiß das Kind schon recht gut, was es will oder nicht
und probiert die Grenzen aus - was seine Mutter "spricht".
Es ist inzwischen schon eine richtige kleine Persönlichkeit
und ist zum Erkunden seiner Welt von früh bis spät bereit.
Es zieht mit Vorliebe am Tischtuch, erschrickt, als es kracht:
Die beste Vase war es nur, die einen Purzelbaum gemacht!
Ein Kind braucht viel Einfühlungsvermögen und Verstehen,
aber es macht auch viel Freude, es aufwachsen zu sehen.
Wenn es nichts Schlimmeres ist, dann nimmt man`s in Kauf
und stellt nur achselzuckend fest: "Das ist des Lebens Lauf!"
Wir waren alle selbst einmal solche kleine Kinder gewesen,
deren Bedürfnisse die Eltern konnten aus den Augen lesen.
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