Fukushima
Angesichts des großen Leides in Japan
treibt mich die sich auftuende Frage um:
„Wie kann Gott das Schlimme zulassen,
greift nicht ein, sondern bleibt stumm?“
Auch die Schöpfung ist unvollkommen,
und das Unheil ist Teil des Erdenlebens,
sonst würde es furchtbare Katastrophen,
wie Erdbeben und Tsunamis nicht geben.
Ein Anteil dessen, was Leid verursacht,
haben jedoch die Menschen in der Hand,
denn Gott gab ihnen bei der Schöpfung
eine gefühlvolle Seele und den Verstand.
Warum müssen sie mit Atomkraftwerken
solche empfindliche Regionen ausstatten,
wo den Wissenschaftlern gut bekannt ist,
dass sich dort verschieben die Erdplatten?
Unsagbares Leid, Not, Angst und Elend
zeigen die Bilder, die uns nun erreichen,
Zerstörung in unvorstellbarem Ausmaß,
weinende Menschen und viele Leichen.
Zum Leid der Naturkatastrophen in Japan
kommen die Folgen defekter Reaktoren.
Japan hat nicht nur viele Menschenleben,
sondern fast alles, was es hatte, verloren.
Wir spüren selbst Angst und sind besorgt,
ob man das Schreckliche abwenden kann
und können nur darum beten und hoffen,
dass bald die Welt wieder aufatmen kann.
Die Schöpfung nach Kräften zu bewahren
und sie an unsere Kinder weiterzugeben,
sollte Maßstab sein für die Verantwortung
unseres Handelns gegenüber dem Leben.
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