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Bächlein, liebes Bächlein du
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Bächlein, liebes Bächlein du
Bächlein, liebes Bächlein du,
wo kommst du her geflossen?
Läufst jeden Tag, ohne Ruh,
hast einen Stein umschlossen.
Umwirbst ihn jeden Tag mit Liebe,
streichelst ihn bei Sonne und Regen,
dein Saft läßt wachsen grüne Triebe,
die sich am Bachesrand bewegen.
Du siehst Wolken vorüber zieh`n,
Vögel fliegen über dich hinweg,
rundherum hübsche Blumen blüh`n
Frösche suchen bei dir ein Versteck.
Niemals spürst du Einsamkeit,
die ganze Umgebung mit dir spricht,
oftmals ein Greifvogel laut kreischt,
keine Baumäste versperren die Sicht.
Täglich Wipfelrauschen zu hören,
von einer großen betagten Linde,
Tiere sich keineswegs daran stören,
wenn im Blätterdach spielen Winde.
Bächlein, liebes Bächlein du,
dein Wasser voller Lebendigkeit,
rinnst ohne Rast — immerzu,
wo ist dein Ziel? Wie weit?
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