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    Märchenzauber

    Märchenzauber

    Draußen Nacht und dichte Flocken,
    Endlos fällt der kalte Schnee;
    In der Stube nur Frohlocken,
    Frühlingslust statt Winterweh.

    Kätzchen spielen, Miezekätzchen,
    Surrend, schnurrend, lieb und traut,
    Mit den sammetweichen Tätzchen
    Eines nach dem and`ren haut.

    Und wie`n Kätzchen lieb und traurig
    Schmiegt sich`s liebe Kindlein an,
    Lauscht der Ahne auferbaulich,
    Selig in der Märchen Bann.

    Märchen schaurig, Märchen graulich,
    Weiß die Ahne, Märchen hold;
    In die Seele auferbaulich
    Birgt die kleine lichtes Gold.

    Könnt`ich doch wie ehemals lauschen
    Märchenzauber wieder seh`n,
    O wie gerne möcht`ich tauschen!
    Doch die kalten Flocken weh`n.

    Draußen Nacht und dichte Flocken,
    Endlos fällt der kalte Schnee;
    In der Stube nur Frohlocken,
    Frühlingslust trotz Winterweh.

    Autor: Franz Alfred Muth (1839-1890)
    Titel: Märchenzauber
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