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    Die traurige Krönung (1828)

    Die traurige Krönung

    Es war ein König Milesint,
    Von dem will ich euch sagen:
    Der meuchelte sein Bruderskind,
    Wollte selbst die Krone tragen.
    Die Krönung ward mit Prangen
    Auf Lissen-Schloß begangen.
    O Irland! Irland! warest du so blind?

    Der König sitzt um Mitternacht
    Im leeren Marmorsaale,
    Sieht irr in all die neue Pracht,
    Wie trunken von dem Mahle;
    Er spricht zu seinem Sohne:
    „Noch einmal bring die Krone!
    Doch schau, wer hat die Pforten aufgemacht?”

    Da kommt ein seltsam Totenspiel,
    Ein Zug mit leisen Tritten,
    Vermummte Gäste groß und viel,
    Eine Krone schwankt inmitten;
    Es drängt sich durch die Pforte
    Mit Flüstern ohne Worte;
    Dem Könige, dem wird so geisterschwül.

    Und aus der schwarzen Menge blickt
    Ein Kind mit frischer Munde;
    Es lächelt sterbensweh und nickt,
    Es macht im Saal die Runde,
    Es trippelt zu dem Throne,
    Es reichet eine Krone
    Dem Könige, des Herze tief erschrickt.

    Darauf der Zug von dannen strich,
    Von Morgenlust berauschet,
    Die Kerzen flackern wunderlich,
    Der Mond am Feuer lauschet;
    Der Sohn mit Angst und Schweigen
    Zum Vater tät sich neigen -
    Er neiget über eine Leiche sich.

    Autor: Eduard Friedrich M�rike (1804-1875)
    Titel: Die traurige Krönung (1828)
    Alle Eduard Friedrich M�rike Gedichte

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