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    Eine Rose fandest Du

    Eine Rose fandest Du

    Eine Rose fandest Du,
    Morgens auf dem Fenster.
    Trugen sie bei Nacht Dir zu
    Freundliche Gespenster?

    Hat der Wind vom Gartenbeet,
    Wo die Rosen prangen,
    Schirmend sie hereingeweht,
    Eh` ihr Duft vergangen?

    Hat den zarten Blumengruß
    Dir ein Herz gesendet,
    Das wohl lieber Kuß um Kuß
    Scheidend Dir gespendet?

    Keiner weiß es - mir allein
    Strahlt mit leisem Mahnen
    In das Herz, wie Sonnenschein,
    Ein geheimes Ahnen:

    Ist die Liebe über Nacht
    Nicht durch`s Thal geflogen,
    Und die Rose deutet sacht,
    Wo sie eingezogen?

    Autor: Christoph von Mickwitz (1850´┐Ż1924)
    Titel: Eine Rose fandest Du
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