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    Bekenntnis

    Bekenntnis

    Unstät in dem Weltgetriebe
    Ging ich einstens her und hin,
    Müd` von irrer Erdenliebe
    Sah ich manches Jahr entfliehn.

    Durch des Lebens heiße Wüste
    Ging ich lechzend fort und fort,
    Nirgends mich eine Quell begrüßte,
    Nirgends mehr ein Ruheport.

    Tausendfache Qual und Schmerzen,
    Schwüle, dunkle Schwermutsnacht
    Hatten meinem armen Herzen
    Welt und Sünde nur gebracht.

    So ging hin mein junges Leben
    Traurig, in der tiefsten Nacht,
    Bis ich dir mein Herz gegeben
    Und du glücklich mich gemacht.

    Da ich endlich dich gefunden,
    Heiland du, mein Lebensquell,
    Ist mir Gram und Leid entschwunden,
    Und die Sonne strahlt mir hell!

    Herr, dich will ich ewig loben!
    Du hast Frieden mir gebracht,
    Mich zum Gotteskind erhoben
    Und mich froh und frei gemacht!

    Autor: Karl Friedrich Mezger (1880-1911)
    Titel: Bekenntnis
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