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    Zum Jahrmarkt

    Zum Jahrmarkt

    Zum Jahrmarkt! heißt die Losung heut.
           Eisele, beisele, bum! *)
    Drauf haben wir uns lang gefreut.
    Da kann man kaufen, hören, seh‘n,
    Und ohne Geld nach Hause geh‘n.

    Krambuden hier in langen Reih‘n!
    Die Krämer schrei‘n: kauft ein! kauft ein!
    Gedräng und Lärm, Musik und Sang  —  
    Sollt Einem werden angst und bang.

    Im Adler zapft man neuen Wein,
    Tanz soll im wilden Manne sein  —  
    Was hat es weiter denn für Not?
    Im weißen Roß ist Table d‘hote.

    Kunstreiter auf dem Rasen dort!
    Hört, wie sie blasen immerfort!
    Hanswurst macht seine Possen auch
    Und hält vor Lachen sich den Bauch.

    Zum Lottotisch heran! heran!
    Setzt ihr nur Einen Batzen dran,
    Gewinnt ihr Porzellan und Glas
    Und habt für einen Gulden Spaß.

    Hier ist zu seh‘n, ganz wundernett!
    Ein Wachsfigurenkabinet:
    Die Potentaten aller Welt
    Und heut ums halbe Eintrittsgeld!

    O, welch Vergnügen aller Art!
    Und wer sein Geld noch hat gespart,
    Der kann‘s verreiten hier gar schnell:
    Er setzt sich auf das Karroussel.


    *) Nach dem ersten Verse jeder folgenden Strophe zu wiederholen

    Autor: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
    Titel: Zum Jahrmarkt
    Buch: Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben
              (Erste vollständige Ausgabe, Zweite Auflage 1878)

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