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    Die Ähren nur noch nicken

    Die Ähren nur noch nicken

    Die AÄhren nur noch nicken,
    Das Haupt ist ihnen schwer,
    Die müden Blumen blicken
    Nur schüchtern noch umher.

    Da kommen Abendwinde
    Still wie die Engelein,
    Und wiegen sanft und linde
    Die Halm‘ und Blumen ein.

    Und wie die Blumen blicken,
    So schüchtern blickst du nun,
    Und wie die Ähren nicken,
    Will auch dein Häuptlein ruhn.

    Und Abendklänge schwingen
    Still wie die Engelein
    Sich um die Wieg‘ und singen
    Mein Kind in Schlummer ein.


    Autor: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
    Titel: Die Ähren nur noch nicken
    Buch: Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben
              (Erste vollständige Ausgabe, Zweite Auflage 1878)

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