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    Da sitzt ein Häslein an dem Rain
    Da sitzt ein Häslein an dem Rain

    Da sitzt ein Häslein an dem Rain,
    Und keinem Jäger fällt das ein,
    Sitzt und denket an sein Endchen,
    Und es schreibt sein Testamentchen,
    Schreibt‘s und weint, schreibt‘s und weint.

    Ich Häslein bin ein Waisenkind:
    Was hilft‘s, daß ich so gut gesinnt?
    Keinem thu‘ ich Leid hienieden,
    Ach, ich lasse ja zufrieden
    Jedermann, Jedermann.

    Ich lasse Weizen Weizen sein,
    Und trink‘ auch keinen Tropfen Wein;
    Nur daß ich mal aus dem Kohle
    Hie und da ein Blättchen hole,
    Nicht wie‘s thut Ochs und Kuh.

    Mein Klagen aber wenig frommt.
    O weh, der böse Jäger kommt;
    Kaum daß er mich hat gesehen,
    Ist es schon um mich geschehen
    Und er schießt, piff, paff, puff.

    Gebraten werd‘ ich dann zuletzt
    Den Tischgenossen vorgesetzt:
    „Frisch gegessen und getrunken!
    Schont nicht Lampen, den Hallunken!
    Schont ihn nicht! Schont ihn nicht!”

    Autor: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
    Titel: Da sitzt ein Häslein an dem Rain
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