Seh‘ ich des Tages wirrendes Beginnen
Seh‘ ich des Tages wirrendes Beginnen,
Die bunten Bilder fliehn und sich vereinen
Möcht‘ ich das schöne Schattenspiel beweinen,
Denn eitel ist, was jeder will gewinnen.
Doch wenn die Straßen leer, einsam die Zinnen
Im Morgenglanze wie Kometen scheinen,
Ein stiller Geist steht auf den dunklen Steinen,
Als wollt er sich auf alte Zeit besinnen:
Da nimmt die Seele rüstig sich zusammen,
An Gott gedenkend und an alles Hohe,
Was rings gedeihet auf der Erden Runde.
Und aus dem Herzen lang verhaltne Flammen,
Sie brechen fröhlich in des Morgens Lohe,
Da grüß‘ ich, Sänger, dich aus Herzensgrunde!
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