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    Auf den Schwedenberge bei Lubowitz

    Auf den Schwedenberge bei Lubowitz

    Da hoben bunt und bunter
    Sich Zelte in die Luft,
    Und Fähnlein wehten munter
    Herunter von der Kluft.

    Und um die leichten Tische,
    An jenem Bächlein klar,
    Saß in der kühlen Frische
    Der lust‘gen Reiter Schar.

    Eilt‘ durch die rüst‘gen Zecher
    Die Marketenderin,
    Reicht‘ flüchtig ihre Becher,
    Nimmt flücht‘ge Küsse hin.

    Da war ein Toben, Lachen,
    Weit in den Wald hinein,
    Die Trommel ging, es brachen
    Die lust‘gen Pfeifen drein.

    Durch die verworrnen Klänge
    Stürmt‘ fort manch wilde Brust,
    Da schallten noch Gesänge
    Von Freiheit und von Lust.

    Fort ist das bunte Toben,
    Verklungen Sang und Klang,
    Und stille ist‘s hier oben
    Viel hundert Jahre lang.

    Du Wald, so dunkelschaurig,
    Waldhorn, du Jägerlust!
    Wie lustig und wie traurig
    Rührst du mir an die Brust!

    Autor: Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857)
    Titel: Auf den Schwedenberge bei Lubowitz (1809)
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