(1) Die Klugen, die nach Gott nicht wollten fragen
Die Klugen, die nach Gott nicht wollten fragen,
Den heil‘gen Kampf gern irdisch möchten schlichten,
Zum Tod kein Herz, nicht Lieb‘, sich aufzurichten,
Verzehren sich nur selbst in eitlen Klagen.
Sind alle eure Schiffe denn zerschlagen:
Sieht man die heil‘ge Flagge dich aufrichten,
Vom Liebessturm, der jene muߑt vernichten,
Dein junges Schiff siegreich hinweggetragen.
Südwinde spielen lau um Laut und Locken,
Im Morgenrot des Hutes Federn schwanken,
Und Gottes Atem macht die Segel schwellen.
Wen noch die alten Heimatklänge locken,
Dem füllt der Segel wie der Töne Schwellen
Die Brust mit jungen, ewigen Gedanken
(2) Es will die Zeit mit ihrem Schutt verdecken
Es will die Zeit mit ihrem Schutt verdecken
Den hellen Quell, der meiner Brust entsprungen,
Umsonst Gebete himmelan geschwungen,
Sie mögen nicht das Ohr der Gnade wecken.
So laß die Nacht die grausen Flügel strecken,
Nur immerzu, mein tapfres Schiff gedrungen!
Wer einmal mit den Wogen hat gerungen,
Fühlt sich das Herz gehoben in den Schrecken.
Schießt zu, trefft, Pfeile, die durchs Dunkel schwirren!
Ruhvoll um Klippen überm tück‘schen Grunde
Lenk ich mein Schiff, wohin die Sterne winken.
Mag dann der Steuermann nach langem Irren,
Rasch ziehend alle Pfeile aus der Wunde,
Tot an der Heimatküste niedersinken!
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