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    Als ich nun zum ersten Male

    Als ich nun zum ersten Male

    Als ich nun zum ersten Male
    Wieder durch den Garten ging,
    Busch und Bächlein in dem Tale
    Lustig an zu plaudern fing.

    Blumen halbverstohlen blickten
    Neckend aus dem Gras heraus,
    Bunte Schmetterlinge schickten
    Sie sogleich auf Kundschaft aus.

    Auch der Kuckuck in den Zweigen
    Fand sich bald zum Spielen ein,
    Endlich brach der Baum das Schweigen:
    „Warum kommst du heut allein?”

    Da ich aber schwieg, da rührt‘ er
    Wunderbar sein dunkles Haupt,
    Und ein Flüstern konnt‘ ich spüren
    Zwischen Vöglein, Blüt‘ und Laub.

    Tränen in dem Grase hingen,
    Durch die abendstille Rund‘
    Klagend nun die Quellen gingen,
    Und ich weint‘ aus Herzensgrund

    Autor: Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857)
    Titel: Als ich nun zum ersten Male
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