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    Warnung

    Warnung

    Aus ist dein Urlaub und die Laut‘ zerschlagen,
    Nachts aus der stillen Stadt nun mußt du gehen,
    Die Wetterfahnen nur im Wind sich drehen,
    Dein Tritt verhallt, mag niemand nach dir fragen.

    Doch draußen waldwärts, wo du herstammst, ragen
    Die Zinnen noch der goldnen Burg, es gehen
    Die Wachen schildernd auf dem Wall, das Wehen
    Der Nacht bringt ihren Ruf ins Land getragen.

    Der Engel dort mit seinem Flammendegen
    Steht blankgerüstet noch, das Tor zu hüten,
    Und wird dich mit den ernsten Blicken messen,

    Die manches Herze schon zu Asche glühten.
    Hast du Parol und Feldgeschrei vergessen:
    Weh! wo nun willst dein müdes Haupt hinlegen?

    Autor: Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857)
    Titel: Warnung
    Alle Joseph Freiherr von Eichendorff Gedichte

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