(1) Man setzt uns auf die Schwelle,
Man setzt uns auf die Schwelle,
Wir wissen nicht, woher?
Da glüht der Morgen helle,
Hinaus verlangt uns sehr.
Der Erde Klang und Bilder,
Tiefblaue Frühlingslust,
Verlockend wild und wilder,
Bewegen da die Brust.
Bald wird es rings so schwüle,
Die Welt eratmet kaum,
Berg‘, Schloß und Wälder kühle
Stehn lautlos wie im Traum,
Und ein geheimes Grausen
Beschleichet unsern Sinn:
Wir sehnen uns nach Hause
Und wissen nicht, wohin?
(2) Dein Wille, Herr, geschehe!
Dein Wille, Herr, geschehe!
Verdunkelt schweigt das Land,
Im Zug der Wetter sehe
Ich schauernd deine Hand.
O mit uns Sündern gehe
Erbarmend ins Gericht!
Ich beug‘ im tiefsten Wehe
Zum Staub mein Angesicht,
Dein Wille, Herr, geschehe!
(3) So laß herein nun brechen
So laß herein nun brechen
Die Brandung, wie sie will,
Du darfst ein Wort nur sprechen,
So wird der Abgrund still;
Und bricht die letzte Brücke,
Zu dir, der treulich steht,
Hebt über Not und Glücke
Mich einsam das Gebet
(4) Wie ein todeswunder Streiter
Wie ein todeswunder Streiter,
Der den Weg verloren hat,
Schwank‘ ich nun und kann nicht weiter,
Von dem Leben sterbensmatt.
Nacht schon decket alle Müden
Und so still ist‘s um mich her,
Herr, auch mir gib endlich Frieden,
Denn ich wünsch‘ und hoff‘ nichts mehr.
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