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    Im Herbst

    Im Herbst

    Der Wald wird salb, die Blätter fallen,
    Wie öd‘ und still der Raum!
    Die Bächlein nur gehn durch die Buchenhallen
    Lind rauschend wie im Traum,
    Und Abendglocken schallen
    Fern von des Waldes Saum.

    Was wollt ihr mich so wild verlocken
    In dieser Einsamkeit?
    Wie in der Heimat klingen diese Glocken
    Aus stiller Kinderzeit  —  
    Ich wende mich erschrocken,
    Ach, was mich liebt, ist weit!

    So brecht hervor nur, alte Lieder,
    Und brecht das Herz mir ab!
    Noch einmal grüß‘ ich aus der Ferne wieder,
    Was ich nur Liebes hab‘.
    Mich aber zieht es nieder
    Vor Wehmut wie ins Grab.

    Autor: Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857)
    Titel: Im Herbst
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