Die schönsten Gedichte von A - Z für Feiertage, Festtage und sonstige besondere Anläße
www.feiertagsgedichte.de      Alle Autoren auf den Feiertagsseiten
Blumengrüsse von
fleurop.de
mit einem Gedicht von www.feiertagsgedichte.de
   Sie sind hier :  
Gedicht/Suchbegriff eingeben:
Gedichterubriken im Jahresverlauf
  1. Silvester/Neujahr
  2. Dreikönigstag, Epiphania
  3. Mariä Lichtmess
  4. Valentinstag
  5. Josefstag
  6. Frühlings- und Ostergedichte
  7. Muttertagsgedichte
  8. über den Mai
  9. Christi Himmelfahrt
  10. Mariä Himmelfahrt
  11. Pfingsten
  12. Fronleichnam
  13. Siebenschläfer
  14. Sonnenwende, Johannistag
  15. Erntedankfest
  16. Kirchweih, Kirmes
  17. Allerheiligen
  18. Allerseelen
  19. Martinstag
  20. Volkstrauertag
  21. Totensonntag
  22. Weihnachtsgedichte

Sonstige Gedichterubriken

  1. Frühling
  2. Sommer
  3. Herbst
  4. Winter
  5. Geburtstag
  6. Hochzeit
  7. Kinder
  8. Liebe
  9. Natur
  10. Sprüche
  11. Tiere
  12. Sonstige

www.feiertagsgedichte.de
ist ein Service von

  • www.weihnachtsseiten.de
  • www.osterseiten.de
  • www.muttertagsseiten.de
  • www.pfingstseiten.de
  • www.feiertagsseiten.de
  • www.brauchtumsseiten.de
  • Statistik für www.feiertagsgedichte.de

    Gedicht hinzufügen  |  Druck-Version  |  PDF Version  |  Buchtips  |  Zurück
    Translate this page into English Translate this page into English   |   Traduction française de cette page Pressure Version

    Du fragst?
    von Johanna Ambrosius (1854 - 1939)

    Du fragst?
    Du fragst, warum ins Auge
    Sich mir die Träne drängt?
    Warum ich klag' und leide,
    Was mir die Brust zersprengt?
    Ja, schautest meinem Jammer
    Du offen ins Gesicht,
    Du würdest Mitleid haben,  —  
    Doch Du verstehst mich nicht!

    Was auch die bleiche Lippe
    Für Klagelieder haucht,
    Die kann das Weh nicht nennen
    In das mein Herz getaucht.
    Könnt' dieses zu Dir reden
    Von dem, was ihm gebricht,
    Du würdest mich beklagen  —  
    Doch Du verstehst mich nicht!

    Es ist kein Weh von heute,
    Es ist kein Alltagsschmerz,
    Wenn so von Geierkrallen
    Zerrissen wird das Herz.
    Wer stückweis wird vom Henker
    Zeitlebens hingericht',
    Der kennt die Höllenqualen,
    Doch Du  —  verstehst sie nicht!

    Leicht ist es zu verdammen,
    Wenn man die Schuld nicht kennt  —  
    Nicht schwer ein Feuer schüren,
    Das lichterloh schon brennt.
    Wer selber nie gegangen
    bei Nacht ohn' Wanderlicht,
    Kann nimmer mich begreifen,  —  
    Ja, Du verstehst mich nicht!

    So laß mich leise weinen
    Von dem, was mich bewegt,
    Bald wird der Abend kommen,
    Wo man Dich niederlegt.
    Einst kommt für alle Kinder
    Ein Vater zum Gericht  —  
    Der kann allein verdammen,
    Doch Du  —  Du darfst es nicht!



    Autor: Johanna Ambrosius (1854 - 1939)
    Titel: Du fragst?
    Alle Johanna Ambrosius Gedichte

    Sonstiges
    Valentinstag_2016_180x150

    Hier geht's wieder zurück